Kreuzchen machen, oder so ähnlich

Veröffentlicht: 16/02/2011 in politisch

Jippi, es geht los!

in Baden Württemberg hat der Wahlkampf begonnen. Ich meine den offiziellen, nicht den der kurz nach der Wahl losgeht. Die ersten Wahlplakate hängen und die ersten mehr oder weniger phantasievollen Schmierereien sind auch schon draufgekritzelt. Früher war ich für die mehr phantasievollen Sprüche, vor allem auf Plakaten der Republikaner und der NPD, verantwortlich.

Wenn ich die aktuellen Plakate lese, stelle ich mir zwei Fragen. Erstens, wer bekommt Geld für diese sprachlichen Konstruktionen und zweitens, wer zahlt dafür? Wenn dafür wirklich Geld bezahlt wird, such ich mir einen Job in einer Parteiwerbeagentur. So ein Quatsch wie „Vorne Bleiben“, als Verunglimpfung von „Oben Bleiben“, wäre mir unter Garantie auch eingefallen.

Zurück zum Wahlkampf. Es fängt jetzt die Zeit an, in der des gemeinen Politikers Aussagen ein Haltbarkeitsdatum tragen. Ab dem 27. März sind diese dann nichts mehr wert. Danach wird es wieder heißen: „da haben Sie mich falsch versdtanden“, „So meinte ich das gar nicht“ oder „Das habe ich soooo niiiiie gesagt“. Mir wird jetzt schon wieder schlecht. Ich habe keine Lust mehr auf diese Glücksspiel genannt Wahl. Wie die toten Hosen in ihrem Lied „Einmal in vier Jahren“ schon sagten:

Und einmal in vier Jahren
kriegt man einen Zettel in die Hand,
um ein kleines Kreuz zu malen,
damit alles seine Ordnung hat.

Danach werden wir wieder nach Hause geschickt,
mit der Bitte, jetzt ruhig zu sein,
denn es ist unsere Entscheidung,
wer uns die nächste Krise zeigt.

Bei der Bundestagswahl hab ich es mal versucht mit aktivem nichtwählen. Hat auch nicht das gebracht was ich dachte. Wobei ich nach wie vor der Meinung bin, dass ein genügend hoher Anteil von ungültig gemachten Stimmzetteln mehr zum denken anregt als eine niedrige Wahlbeteiligung. Diese löst in den Köpfen von Politikern den Reflex aus mit noch mehr Lügen die Nichtwähler an die Urne zu locken. Wenn nun aber auf ganz vielen Stimmzetteln „Nein, Danke“ steht, können die sich nicht mehr auf Politikverdrossenheit rausreden. Ich sag schon seit Jahren, es gibt keine Politikverdrossenheit, sondern eine Politikerverdrossenheit. Früher als Punk war es natürlich in einen Großteil der Politiker scheiße zu finden. Mittlerweile hab ich das Ganze lange genug beobachtet um sagen zu können:

ICH HABE KEINEN BOCK MEHR AUF EUCH!!!!

Ich hab mich schon wieder in Rage geschrieben *hüstel*. Zurück zum Wahlkampf. Ich hoffe, ich irre mich, aber ich befürchte er wird sich hauptsächlich um das Thema Bahnhof oben oder unten drehen. Die Opposition wird sich auf das Thema konzentrieren. Das macht durchaus auch Sinn, es ist immerhin das Thema bei dem die Regierungskoalition am schwächsten ist. Ich möchte durchaus, dass die Dauerregierung aus CDU und zeitweise FDP in unserem wunderschönen Bundesland (Pforzheim ist die Bestätigung der Regel) beendet wird. Ich fühle mich nicht wohl bei dem Gedanken, dass es dieses eine Thema ist das die Wahl entscheiden soll. Die Reaktion der Koalition auf die Angriffe der Opposition wird darin bestehen das Thema ins lächerlich zu ziehen oder wahlweise auf die Verfehlungen der Demonstranten hinzuweisen.

Ich hoffe, dass das was letztes Jahr in Stuttgart seinen Anfang nahm nicht nur ein kurzes Strohfeuer war sondern nachhaltig etwas bewirkt. Auf den Wechsel in Baden Württemberg.

Ich bin irgendwie froh, dass Ihr das alte Schlusswort nicht lesen könnt 🙂

sachma

Jippi, es geht los!

in Baden Württemberg hat der Wahlkampf begonnen. Ich meine den offiziellen, nicht den der kurz nach der Wahl losgeht. Die ersten Wahlplakate hängen und die ersten mehr oder weniger phantasievollen Schmierereien sind auch schon draufgekritzelt. Früher war ich für die mehr phantasievollen Sprüche, vor allem auf Plakaten der Republikaner und der NPD, verantwortlich.

Wenn ich die aktuellen Plakate lese, stelle ich mir zwei Fragen. Erstens, wer bekommt Geld für diese sprachlichen Konstruktionen und zweitens, wer zahlt dafür? Wenn dafür wirklich Geld bezahlt wird, such ich mir einen Job in einer Parteiwerbeagentur. So ein Quatsch wie „Vorne Bleiben“, als Verunglimpfung von „Oben Bleiben“, wäre mir unter Garantie auch eingefallen.

Zurück zum Wahlkampf. Es fängt jetzt die Zeit an, in der des gemeinen Politikers Aussagen ein Haltbarkeitsdatum tragen. Ab dem 27. März sind diese dann nichts mehr wert. Danach wird es wieder heißen: „da haben Sie mich falsch versdtanden“, „So meinte ich das gar nicht“ oder „Das habe ich soooo niiiiie gesagt“. Mir wird jetzt schon wieder schlecht. Ich habe keine Lust mehr auf diese Glücksspiel genannt Wahl. Wie die toten Hosen in ihrem Lied „Einmal in vier Jahren“ schon sagten:

Und einmal in vier Jahren
kriegt man einen Zettel in die Hand,
um ein kleines Kreuz zu malen,
damit alles seine Ordnung hat.

Danach werden wir wieder nach Hause geschickt,
mit der Bitte, jetzt ruhig zu sein,
denn es ist unsere Entscheidung,
wer uns die nächste Krise zeigt.

Bei der Bundestagswahl hab ich es mal versucht mit aktivem nichtwählen. Hat auch nicht das gebracht was ich dachte. Wobei ich nach wie vor der Meinung bin, dass ein genügend hoher Anteil von ungültig gemachten Stimmzetteln mehr zum denken anregt als eine niedrige Wahlbeteiligung. Diese löst in den Köpfen von Politikern den Reflex aus mit noch mehr Lügen die Nichtwähler an die Urne zu locken. Wenn nun aber auf ganz vielen Stimmzetteln „Nein, Danke“ steht, können die sich nicht mehr auf Politikverdrossenheit rausreden. Ich sag schon seit Jahren, es gibt keine Politikverdrossenheit, sondern eine Politikerverdrossenheit. Früher als Punk war es natürlich in einen Großteil der Politiker scheiße zu finden. Mittlerweile hab ich das ganze lange genug beobachtet um sagen zu können:

ICH HABE KEINEN BOCK MEHR AUF EUCH!!!!

Ich hab mich schon wieder in Rage geschrieben *hüstel*. Zurück zum Wahlkampf. Ich hoffe, ich irre mich, aber ich befürchte er wird sich hauptsächlich um das Thema Bahnhof oben oder unten drehen. Die Opposition wird sich auf das Thema konzentrieren. Das macht durchaus auch Sinn, es ist immerhin das Thema bei dem die Regierungskoalition am schwächsten ist. Ich möchte durchaus, dass die Dauerregierung aus CDU und zeitweise FDP in unserem wunderschönen Bundesland (Pforzheim ist die Bestätigung der Regel) beendet wird. Ich fühle mich nicht wohl bei dem Gedanken, dass es dieses eine Thema ist das die Wahl entscheiden soll. Die Reaktion der Koalition auf die Angriffe der Opposition wird darin bestehen das Thema ins lächerlich zu ziehen oder wahlweise auf die Verfehlungen der Demonstranten hinzuweisen.

Ich hoffe, dass das was letztes Jahr in Stuttgart seinen Anfang nahm nicht nur ein kurzes Strohfeuer war sondern nachhaltig etwas bewirkt. Auf den Wechsel in Baden Württemberg.

Ich bin irgendwie froh, dass Ihr das alte Schlusswort nicht lesen könnt 🙂

sachma

Jippi, es geht los!

in Baden Württemberg hat der Wahlkampf begonnen. Ich meine den offiziellen, nicht den der kurz nach der Wahl losgeht. Die ersten Wahlplakate hängen und die ersten mehr oder weniger phantasievollen Schmierereien sind auch schon draufgekritzelt. Früher war ich für die mehr phantasievollen Sprüche, vor allem auf Plakaten der Republikaner und der NPD, verantwortlich.

Wenn ich die aktuellen Plakate lese, stelle ich mir zwei Fragen. Erstens, wer bekommt Geld für diese sprachlichen Konstruktionen und zweitens, wer zahlt dafür? Wenn dafür wirklich Geld bezahlt wird, such ich mir einen Job in einer Parteiwerbeagentur. So ein Quatsch wie „Vorne Bleiben“, als Verunglimpfung von „Oben Bleiben“, wäre mir unter Garantie auch eingefallen.

Zurück zum Wahlkampf. Es fängt jetzt die Zeit an, in der des gemeinen Politikers Aussagen ein Haltbarkeitsdatum tragen. Ab dem 27. März sind diese dann nichts mehr wert. Danach wird es wieder heißen: „da haben Sie mich falsch versdtanden“, „So meinte ich das gar nicht“ oder „Das habe ich soooo niiiiie gesagt“. Mir wird jetzt schon wieder schlecht. Ich habe keine Lust mehr auf diese Glücksspiel genannt Wahl. Wie die toten Hosen in ihrem Lied „Einmal in vier Jahren“ schon sagten:

Und einmal in vier Jahren
kriegt man einen Zettel in die Hand,
um ein kleines Kreuz zu malen,
damit alles seine Ordnung hat.

Danach werden wir wieder nach Hause geschickt,
mit der Bitte, jetzt ruhig zu sein,
denn es ist unsere Entscheidung,
wer uns die nächste Krise zeigt.

Bei der Bundestagswahl hab ich es mal versucht mit aktivem nichtwählen. Hat auch nicht das gebracht was ich dachte. Wobei ich nach wie vor der Meinung bin, dass ein genügend hoher Anteil von ungültig gemachten Stimmzetteln mehr zum denken anregt als eine niedrige Wahlbeteiligung. Diese löst in den Köpfen von Politikern den Reflex aus mit noch mehr Lügen die Nichtwähler an die Urne zu locken. Wenn nun aber auf ganz vielen Stimmzetteln „Nein, Danke“ steht, können die sich nicht mehr auf Politikverdrossenheit rausreden. Ich sag schon seit Jahren, es gibt keine Politikverdrossenheit, sondern eine Politikerverdrossenheit. Früher als Punk war es natürlich in einen Großteil der Politiker scheiße zu finden. Mittlerweile hab ich das ganze lange genug beobachtet um sagen zu können:

ICH HABE KEINEN BOCK MEHR AUF EUCH!!!!

Ich hab mich schon wieder in Rage geschrieben *hüstel*. Zurück zum Wahlkampf. Ich hoffe, ich irre mich, aber ich befürchte er wird sich hauptsächlich um das Thema Bahnhof oben oder unten drehen. Die Opposition wird sich auf das Thema konzentrieren. Das macht durchaus auch Sinn, es ist immerhin das Thema bei dem die Regierungskoalition am schwächsten ist. Ich möchte durchaus, dass die Dauerregierung aus CDU und zeitweise FDP in unserem wunderschönen Bundesland (Pforzheim ist die Bestätigung der Regel) beendet wird. Ich fühle mich nicht wohl bei dem Gedanken, dass es dieses eine Thema ist das die Wahl entscheiden soll. Die Reaktion der Koalition auf die Angriffe der Opposition wird darin bestehen das Thema ins lächerlich zu ziehen oder wahlweise auf die Verfehlungen der Demonstranten hinzuweisen.

Ich hoffe, dass das was letztes Jahr in Stuttgart seinen Anfang nahm nicht nur ein kurzes Strohfeuer war sondern nachhaltig etwas bewirkt. Auf den Wechsel in Baden Württemberg.

Ich bin irgendwie froh, dass Ihr das alte Schlusswort nicht lesen könnt 🙂

sachma

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