Glaube hin, Glaube her

Veröffentlicht: 07/04/2011 in philosophisch

Gestern habe ich bei Sash diesen Beitrag zum Thema Atheismus gelesen. Den Atheistischen Disclaimer habe ich mir dann auch durchgelesen und mir dabei so meine Gedanken gemacht.

Ich mag dieses Thema, denn es ist so schön philosophisch und letzten Endes kann ich alles behaupten, das Gegenteil kann kaum einer beweisen. Bin ich selber ein Atheist? In den Augen der meisten gläubigen Menschen wahrscheinlich schon. Ich bin nicht getauft, ich glaube an kein Buch, irgendwelche dogmatischen Regeln und alleingültige Wahrheiten können mir gestohlen bleiben. Da bin ich schon bei einem Teil des Problems. Ob man atheistisch ist, oder christlich, oder muslimisch, oder buddhistisch oder, oder, oder, man grenzt sich dadurch von anderen ab. In erster Linie sind wir alle Menschen die auf diesem, wunderschönen Planeten ihrer Zeit verbringen dürfen. Wenn es einen Gott gibt, oder eine göttliche Macht, dann ist der einzige Auftrag den wir haben, in Frieden mit uns und unserer Umwelt zu leben. Auch ohne den Glauben an Gott, oder eine göttliche Macht halte ich das für unseren Auftrag. Cornelius Courts erwähnt in seinem Beitrag viele schöne Sachen die uns Menschen geschenkt sind. Ich empfehle Euch wirklich diesen Artikel zu lesen. In den meisten Punkten stimme ich ihm zu.

Wenn wir es irgendwann schaffen die Grenzen zischen den einzelnen Glaubensstrukturen zu durchbrechen und uns nicht mehr auf die Unterschiedlichkeiten, sondern auf die Gemeinsamkeiten konzentrieren, sind wir dem Weltfrieden (Gracie Lou Freebush) einen entscheidenden Schritt näher gekommen.

Abschließend möchte ich noch erwähnen, dass ich mich selbst nicht als Atheist oder sonst irgendwas sehe. Ich bin ein Mensch. Als ein solcher erfreue ich mich an der Vielfalt dieses Planeten und betrachte mit Trauer was wir Menschen hier anrichten. Wenn es etwas gibt, das einem Gott am nächsten kommt, ist es die Natur, die auf diesem Planeten Wunderbares geschaffen hat.

sachma

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Kommentare
  1. Sash sagt:

    Natürlich bin ich auch zuerst Mensch. Immer. Im Grunde ist Atheismus für mich auch gar kein Thema, weil es einen Bereich des Lebens betrifft, der für mich nicht wichtig ist.
    Der große Unterschied zu Religionen ist aber, dass ich mein Verhalten nicht irgendwelchen unbegründeten und größtenteils überalterten Normen anpassen muss. Während die Kirche am Ende noch hundert Jahre brauchen wird, um Umweltschutz und „sich die Erde Untertan machen“ zu vereinbaren, kann ich mich an aktuellen Geschehnissen mit Verifizierbarkeit richten.
    Ich würde mich beileibe nicht dafür einsetzen, bei Religionen die Unterschiede zu betonen – ich hoffe auch, dass die alle mal auf den Trichter kommen, dass sich vertragen ein etwas unstressigeres Leben ermöglicht als permanenter Kampf oder Misstrauen gegenüber Andersdenkenden.
    Das Traurige ist: Ohne religiös zu sein komme ich gar nicht auf die Idee, die „Anderen“ anders zu finden…
    PS: Gruß von meinem Bröderling!
    PPS: Wir müssen das mit dem Schlüssel noch irgendwie klären 😉

    • sachma sagt:

      Bei manchen Atheisten habe ich das Gefühl, dass sie ihr „nichtglauben“ mit einem solchen Eifer betreiben, dass es einer Religion nicht unähnlich ist. Klar ist es einfacher sein Weltbild der Realität anzupassen wenn man nicht erst nachschauen muß, wie man das mit irgendwelchen Büchern in Einklang bringt.
      Ich wiederspreche dir in dem letzten Punkt. Auch ohne Religion finde ich Andere anders. Aber sie wirken nicht bedrohlich, sondern interessant. Ein Mensch aus Zentralafrika wäre auf jeden Fall anders.
      P.S.: Gruß Zurück!
      P.P.S.: Stimmt. Per Post?

  2. Sash sagt:

    @sachma:
    Naja, anders sind wir ja alle irgendwie 🙂
    Ich bin inzwischen im Übrigen sehr versöhnt mit radikalen Atheisten. Sicher machen sie das direkte Zusammenleben auch nicht immer einfach, aber wenn man mal beobachtet, wie viel Gefahr von der Religion ausgeht, ohne dass wir sie heute nach so vielen Jahren Kulturgeschichte noch ernsthaft brauchen würden, dann verstehe ich durchaus, dass sich (insbesondere in krasseren Ländern wie den USA) irgendwann das Gefühl einstellt, aktiv dagegen ankämpfen zu müssen.

    • sachma sagt:

      Manchmal nimmt Religion ja auch ganz seltsame Züge an. Die etwas weniger gefährlichen haben neulich mal wieder an meiner Tür geklingelt. Schon irgendwie rührend wie die Zeugen, trotz mehrfacher, teilweise sogar richtig unhöflicher, Abfuhr, immer wieder versuchen meine Seele zu retten. Irgendwann lad ich die mal auf eine Dose Erbsensuppe ein. In diesem Sinne Gute Nacht
      Sachma

  3. Peter Siepe sagt:

    Nicht getauft – du glücklicher …
    Meine Seele wurde ohne Skrupel verkauft. selbst meine Neffen werden getauft
    und müssen die Kommunion durchlaufen. keiner der Eltern ist auch nur ein wenig mit
    der Kirche verbunden.
    „WARUM???“ – „na, weil es so ist!“
    „Ihr Verkauft die seele eurer Kinder auf immer und so“ …
    „na und?????“

    Leider gibt es, gem. der Bibel etc kein „untaufen“ – sollte es irgendwann mal sowas geben,
    bin ich der erste der das in Anspruch nimmt!

    Jeder soll an das glauben, woran er glaubt.
    Ich glaube an DIE aus Bielefeld ^^ und an das Fliegende Spaghettimonster ^^

    • sachma sagt:

      Meine Mutter hat sich in dem Punkt durchgesetzt. Sie wollte mir die Freiheit geben es mir selbst aussuchen zu können, sollte ich aber heiraten, dann soll ich das gefälligst auch kirlich machen, sagt sie. Sie ist übrigens ausgetreten. Manchmal versteh ich sie einfach nicht.
      Kämpf für Deine Seele hol sie dir zurück und tritt aus.
      sachma
      P.S.: Auch hier nochmal ein sorry für das ignorieren deiner mails, war keine Absicht nur Unvermögen.

  4. Peter sagt:

    Moin sachma, zu den emails komme ich grad nicht.
    k9 will nicht mehr mit all-inkl. Sobald ich zuhause bin, werde ich antworten.
    so toll n tablet für unterwegs auch sein mag…*aufreg* ^^

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