Auszüge aus dem Gefühlsleben eines Misanthropen

Veröffentlicht: 13/04/2011 in gesellschaftlich, philosophisch

Dieser Text ist in einer depressiven Stimmung entstanden und stellt nur eine Momentaufnahme aus dem Leben von sachma dar.

Der Begriff Misanthropie kommt aus dem Griechischen und setzt sich zusammen aus den Wörtern μισεῖν misein = hassen und ἄνθρωπος anthrōpos = Mensch. Er beschreibt Menschen die, die Menschheit an und für sich verachten bzw. hassen. Altruistisches (selbstloses) Handeln und Misanthropie schließen sich gegenseitig nicht aus. (Quelle: Wikipedia).

Auf dieser Welt gibt es viele wunderschöne Orte. Manche davon sind klein, wahre Inseln der natürlichen Vielfalt in einer von Land- und Forstwirtschaft kultivierten Welt. Andere sind riesige Gebiete unberührter Natur. Wenn die Land- und Forstwirtschaft sinnvoll und mit der Umwelt im Einklang betrieben wird, bringt auch sie wunderschöne Gegenden hervor. Die wunderbaren Verhältnisse auf diesem Planeten haben, gemischt mit vielen Zufällen, zur Entwicklung der Menschheit geführt. Eigentlich haben wir alles was wir brauchen um im Paradies zu leben. Aber der Mensch beschäftigt sich systematisch mit der Zerstörung dieses Planeten. Ganze Landstriche werden mit radioaktivem Müll verseucht der über Millionen Jahre da liegt und die Gegend verstrahlt. Woanders fällt ein Atomkraftwerk in sich zusammen, weil ein paar Menschen noch ein bißchen mehr Geld haben wollten. Gespart wurde an der Sicherheit. Wenn eine Ölplattform im Golf von Mexiko versinkt weil der Betreiber bewußt das Risiko eingegangen ist, dass so was passieren kann, darf er ein paar Monate später noch risikoreichere Bohrungen vornehmen. Auch hier dreht es sich wieder um das liebe Geld. Alternative Energiemöglichkeiten werden nicht genutzt oder erforscht weil es zu teuer sein soll. Der Atomausstieg ist noch nicht ganz beschlossen schon rechnen Kernkraftbefürworter vor, was der Umstieg kostet und dass man deswegen nicht aussteigen dürfte. Dieser Planet wird zugrunde gerichtet, weil es zu teuer ist es nicht zu tun. Welcher Preis kann höher sein als der Verlust der eigenen Lebensgrundlage? Wir sägen an dem Ast auf dem wir sitzen.

Das ist es was der Mensch diesem Planeten antut. Wie die Menschen miteinander umgehen ist nicht weniger schlimm. „Homo homini lupos est“ (der Mensch ist dem Menschen ein Wolf). In diesem Satz liegt viel Wahrheit. Menschen sind dazu fähig sich gegenseitig unsägliches Leid zuzufügen um ihre eigenen Taschen zu füllen. Konzerne nutzen ihre Mitarbeiter auf die übelste Art und Weise aus, bezahlen viel zu wenig Gehalt und weisen Milliarden Gewinne aus. Gutmütigkeit und Hilfsbereitschaft wird ausgenutzt. Grundlos werden Menschen auf offener Straße zusammengeschlagen und keiner hilft. Man steht daneben und schaut zu. Diese um sich greifende Gleichgültigkeit ist es die abstoßend wirkt.

Es gibt genug Gegenbeispiele. Menschen wie Mahatma Gandhi, Martin Luther King, Malcom X, Mutter Theresa und die vielen Helden des Alltags können einem den Glauben an das Gute im Menschen erhalten. Die Befürchtung bleibt, dass der Mensch der Untergang der Menschheit ist.

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