Gedanken über Fankultur

Veröffentlicht: 16/05/2012 in gesellschaftlich, philosophisch, sportlich

Gestern Abend brauchte ich noch was um mich zu beruhigen. Also entschied ich mich „Menschen bei Maischberger“ laufen zu lassen. Find ich normalerweise nicht sonderlich spannend, um nicht zu sagen, es langweilt mich im Normalfall. Aber, wie auch der Fußballabend gestern, war das nicht der Normalfall. Es sollte über Salafismus diskutiert werden und dann setzten die da diesen intelligenzverweigernden Vollpfosten Michel Friedmann hin. Dieses gehässige, selbstgefällige Vorurteil auf zwei Beinen. Dieses personifizierte „Ich hab aber Recht, weil ich lauter bin als Du“. Ein Mensch der Anderen-ins-Wort-fallen zu seinem persönlichen Leistungssport gemacht hat.  Warum müssen zu solchen Diskussionen Leute eingeladen werden die keine Ahnung haben? Das Thema an und für sich ist ja interessant, aber da sollten Leute sitzen die Ahnung haben von dem Thema.*schnaub*

So genug aufgeregt. Ich komme jetzt zum eigentlichen Thema. Ich habe heute immer mal wieder, durch unterschiedlichste Kanäle, Artikel und Kommentare zu den gestrigen Vorfällen gelesen oder gehört. Ich fand es sehr schwierig das alles zu sortieren. Denn was ist denn passiert? Wenn man das nüchtern betrachtet, haben ein paar kognitiv limitierte Menschen Feuerwerkskörper im Stadion angeschaut. Das war doof und macht den Fußball unschön. Und dann sind gegen Ende des Spiels die Fortuna-Fans auf das Spielfeld gerannt und wollten feiern. Wie es in so vielen Stadien dieser Welt passiert bei so einem bedeutendem Ereignis. Ich glaube ganz ehrlich, dass Düsseldorfer geglaubt haben es sein vorbei und der Aufstieg geschafft. Und wenn das so gewesen wäre hätten vielleicht ein ein paar spiesigere Medien das verteufelt, aber ansonsten würde man versuchen die zu finden die in der sechzigsten Minute die Bengalos gezündet haben.

Zu den Gemütszustand der Berliner möchte ich nicht viel sagen, ich kann mir nicht mal im Ansatz vorstellen was das für ein Gefühl gewesen sein muss diese gegnerischen Fanmassen auf sich zurennen zu sehen. Deswegen widerspreche ich den Menschen die behaupten, es könne gar nicht sein, dass sie Todesängste ausgestanden hätten. Es wäre ja überhaupt nicht gefährlich gewesen. Eine konkrete Gefährdung muss überhaupt nicht vorliegen um Angst auszulösen, dafür braucht es eine gefühlte Gefährdung. Euch möchte ich mal in einer solchen Situation sehen.

Was gehört denn eigentlich dazu zum Fußball-Fan sein? Dank Sash wissen wir ja was dagegen spricht 😉 Zurück zu meiner Ausgangsfrage. Man sollte den Sport mögen und auch ein bisschen was davon verstehen. Die meisten werden Fan einer Mannschaft zu der sie dann auch stehen. Man feiert gemeinsam die Erfolge und verflucht die Misserfolge. Am Besten ist es immer alles besser zu wissen als der Trainer, die Vereinsfunktionäre und die einzelnen Spieler. Man darf auch seinen Unmut kund tun wenn man mit irgendwas nicht einverstanden ist und man darf auch, verdammt nochmal, über die Stränge schlagen und aufs Feld rennen wenn man den Aufstieg geschafft hat. Denn genau das ist es was man als Fan in einem solchen Moment fühlt. WIR sind aufgestiegen, wir gemeinsam, die Fans und die Mannschaft. Und das will gefeiert werden. Aber woher kommt die Unsitte mit diesen Feuerwerkskörpern. Jeder der einen dabei hat weiß doch, dass er damit das Spiel unterbricht und für Diskussionen sorgt. Die Menschen die das tun haben doch nur das Ziel destruktiv zu sein. Ganz davon abgesehen, dass dadurch die Gesundheit anderer Menschen gefährdet wird. Da hört nach meinem Verständnis Fankultur auf.

Ein Kommentar den ich heute im Radio gehört habe möchte ich Euch sinngemäß nicht vorenthalten. „Man schafft es jedem kleinem Kind die Getränkeflaschen abzunehmen, um den Getränkeumsatz im Stadion zu erhöhen, aber die Feuerwerkskörper kriegt man nicht in den Griff“

Noch was anderes. Ich habs Euch ja gesagt. Hab ich doch oder? Norbert wurde zurückgetreten. Wie hoch ist eigentlich das Honorar eines Politikerberaters? Ich möchte Frau Merkel eine Rechnung schicken.

sachma

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