Nein, Heute gibts es kein Spieltagsgeschreibsel

Veröffentlicht: 27/09/2012 in ärgerlich, erfreuliches, sportlich

Stattdessen erzähl ich Euch lieber eine schöne Geschichte. Es war der Anfang dieser Woche, Ich war etwas in Eile auf dem Weg von dem einen Arbeitsort zum nächsten. Auf dem Weg lag ein kleiner Verschlag in dem das beste Gyros der Stadt gegrillt wird. Einen Teller dieser Köstlichkeit gibt es mit einer Portion Pommes, die für manchen Menschen schon alleine sättigen wäre, dazu Salat und einen Schwung Tzaziki. Das Ganze garniert mit frischen Zwiebeln. Da die Zeit des Mittagessens schon längst verstrichen war und bis dahin von mir ignoriert wurde beschloss ich eine halbe Stunde zu opfern, um mir das oben beschriebene zu gönnen. Ich stehe also an der Theke und feiere innerliche Freudenfeste, da schon lange kein Kunde mehr da gewesen zu sein scheint, bis auf den einen der sich an seiner Ein-Zug-Flasch Vollkornsprudel festhielt. Das Fleisch war also überaus knusprig. Während ich auf meine Grillplatte griechischer Art wartete, holte sich der nette Herr eine zweite Flasche. Ich bekam mein Essen schnappte mir noch eine Flasche Wasser mit Blub und stellte alles auf den Stehtisch der mitten in dem Verschlag stand. Dann ging ich an dem Bier trinkenden netten älteren Herrn vorbei um mir den einzigen Barhocker zu holen den es gab. Ich sitze beim Essen einfach gern. Ich weiß das ist etwas altmodisch, aber so bin ich. Der nette ältere Herr fragte mich etwas das ich nicht verstand und da ich den Mund schon voll hatte versuchte ich möglichst nett zu schauen und presste ein „Hm?“ an den zerkauten Pommes vorbei. Er winkte ab und sagte etwas wie: „Ach vergiss es.“ Kann er haben das Essen war mir eh wichtiger als ein mir wildfremder armer Kerl. Gemütlich kauend saß ich also da und dachte an die Arbeit, den Abendtermin von morgen, die nette Dame mit der ich zum Schwimmen verabredet war einfach an alles andere bloß nicht an den jetzt schon gar nicht mehr so netten Alkoholiker der ein paar Meter von mir entfernt stand. Als er mich plötzlich von der Seite ansprach: „Manieren haben Sie aber auch keine, oder?“ Einen kurzen Moment mu0ßte ich den Impuls niederkämpfen mich zu ihm umzudrehen und ihm zu sagen: „Ich kann nichts dafür, Ihr Chef Sie gefeuert hat, dass Ihre Frau Sie nicht mehr ertragen kann und dass Sie sich schon mittags betrinken müssen.“ Stattdessen schaute ich stur nach vorne und antwortete: „Nö, hab ich nicht.“ Und hatte meine Ruhe. Ich zahlte verabschiedete mich vom Griechen, der mich mit Vornamen anredet, und ging meines Weges.

Abends stand ich dann gut gelaunt mit mit meinem Feierabend Bier des nahegelegenen Supermarktes da kam der Grieche vorbei und fragte mich, ob der Alkoholiker Streß gemacht habe. Er würde ihn rausschmeißen , wenn dem so wäre. Die 5 Euronen braucht man dann auch nicht.

Ist es nicht schön, dass es noch so etwas gibt. Einen Gastwirt der anfängt auf seine Stammkunden aufzupassen und einem Abends noch in den Supermarkt folgt, um zu fragen ob alles oke war. Ich hab mich darüber total gefreut und hatte gleich einen noch schöneren Feierabend.

UND ICH REG MICH TROTZDEM AUF!!!!! Dieses scheiß Mannschafft! Da hätten Gestern auch die Jugend des VFB spielen können und die hätten wahrscheinlich mehr rausgeholt. Keiner von diesen Pissnelken hat sich gegen die Niederlage gewehrt. Schon Mitte der ersten Halbzeit hat man gesehen, dass die die Niederlage hingenommen hatten. WENN ICH SO ARBEITEN WÜRDE WIE DIE FUSSBALL SPIELEN, WÜRDE MAN MICH WEGEN ARBEITSVERWEIGERUNG FRISTLOS ENTLASSEN! (Ich bin für feine Grammatik grad echt nicht in der richtigen Stimmung, aber wenn Ihr wollt könnt Ihr den Satzt gerne im richtigen Konjunktiv schreiben)

*schnaub*

sachma

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Kommentare
  1. Stefan sagt:

    Mir wäre es auch lieber gewesen, wir hätten gegen den VfB und nicht gegen die Eintracht gespielt. Ach ne, dann wäre es 4:4 ausgegangen. 😀
    Im Ernst, wo ist bloß der Wille zum Kampf bei Euch geblieben? Mit der Spielweise kann es nur eine Richtung geben…

  2. Sica sagt:

    Die Geschichte gefällt mir – in dieser beknackten Welt freue ich mich auch immer, wenn ich von anderen Menschen Freundlichkeit erfahre…

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