Archiv für die Kategorie ‘ärgerlich’

Stattdessen erzähl ich Euch lieber eine schöne Geschichte. Es war der Anfang dieser Woche, Ich war etwas in Eile auf dem Weg von dem einen Arbeitsort zum nächsten. Auf dem Weg lag ein kleiner Verschlag in dem das beste Gyros der Stadt gegrillt wird. Einen Teller dieser Köstlichkeit gibt es mit einer Portion Pommes, die für manchen Menschen schon alleine sättigen wäre, dazu Salat und einen Schwung Tzaziki. Das Ganze garniert mit frischen Zwiebeln. Da die Zeit des Mittagessens schon längst verstrichen war und bis dahin von mir ignoriert wurde beschloss ich eine halbe Stunde zu opfern, um mir das oben beschriebene zu gönnen. Ich stehe also an der Theke und feiere innerliche Freudenfeste, da schon lange kein Kunde mehr da gewesen zu sein scheint, bis auf den einen der sich an seiner Ein-Zug-Flasch Vollkornsprudel festhielt. Das Fleisch war also überaus knusprig. Während ich auf meine Grillplatte griechischer Art wartete, holte sich der nette Herr eine zweite Flasche. Ich bekam mein Essen schnappte mir noch eine Flasche Wasser mit Blub und stellte alles auf den Stehtisch der mitten in dem Verschlag stand. Dann ging ich an dem Bier trinkenden netten älteren Herrn vorbei um mir den einzigen Barhocker zu holen den es gab. Ich sitze beim Essen einfach gern. Ich weiß das ist etwas altmodisch, aber so bin ich. Der nette ältere Herr fragte mich etwas das ich nicht verstand und da ich den Mund schon voll hatte versuchte ich möglichst nett zu schauen und presste ein „Hm?“ an den zerkauten Pommes vorbei. Er winkte ab und sagte etwas wie: „Ach vergiss es.“ Kann er haben das Essen war mir eh wichtiger als ein mir wildfremder armer Kerl. Gemütlich kauend saß ich also da und dachte an die Arbeit, den Abendtermin von morgen, die nette Dame mit der ich zum Schwimmen verabredet war einfach an alles andere bloß nicht an den jetzt schon gar nicht mehr so netten Alkoholiker der ein paar Meter von mir entfernt stand. Als er mich plötzlich von der Seite ansprach: „Manieren haben Sie aber auch keine, oder?“ Einen kurzen Moment mu0ßte ich den Impuls niederkämpfen mich zu ihm umzudrehen und ihm zu sagen: „Ich kann nichts dafür, Ihr Chef Sie gefeuert hat, dass Ihre Frau Sie nicht mehr ertragen kann und dass Sie sich schon mittags betrinken müssen.“ Stattdessen schaute ich stur nach vorne und antwortete: „Nö, hab ich nicht.“ Und hatte meine Ruhe. Ich zahlte verabschiedete mich vom Griechen, der mich mit Vornamen anredet, und ging meines Weges.

Abends stand ich dann gut gelaunt mit mit meinem Feierabend Bier des nahegelegenen Supermarktes da kam der Grieche vorbei und fragte mich, ob der Alkoholiker Streß gemacht habe. Er würde ihn rausschmeißen , wenn dem so wäre. Die 5 Euronen braucht man dann auch nicht.

Ist es nicht schön, dass es noch so etwas gibt. Einen Gastwirt der anfängt auf seine Stammkunden aufzupassen und einem Abends noch in den Supermarkt folgt, um zu fragen ob alles oke war. Ich hab mich darüber total gefreut und hatte gleich einen noch schöneren Feierabend.

UND ICH REG MICH TROTZDEM AUF!!!!! Dieses scheiß Mannschafft! Da hätten Gestern auch die Jugend des VFB spielen können und die hätten wahrscheinlich mehr rausgeholt. Keiner von diesen Pissnelken hat sich gegen die Niederlage gewehrt. Schon Mitte der ersten Halbzeit hat man gesehen, dass die die Niederlage hingenommen hatten. WENN ICH SO ARBEITEN WÜRDE WIE DIE FUSSBALL SPIELEN, WÜRDE MAN MICH WEGEN ARBEITSVERWEIGERUNG FRISTLOS ENTLASSEN! (Ich bin für feine Grammatik grad echt nicht in der richtigen Stimmung, aber wenn Ihr wollt könnt Ihr den Satzt gerne im richtigen Konjunktiv schreiben)

*schnaub*

sachma

schallte es, als Antwort auf „Gib mir mal das letzte Bier“, durch den Zug als wir in den Münchens Hauptbahnhof einfuhren. Eine anstrengende Zugfahrt von Stuttgart nach München lag hinter uns, auf der ich einiges über Fußballfans im Allgemeinen und Bayern- und Chelseafans im Speziellen, lernen durfte. Gleich vorneweg: Ich mache keine Aussagen über alle Bayernfans, ich schildere lediglich Beobachtungen und Eindrücke die ich an diesem Tag gesammelt habe. Schluss mit den einleitenden Worten es folgt:

Einmal München und zurück in 24 Stunden

Wir fuhren also um kurz nach zwölf in Stuttgart los Richtung München mit Zwischenstopp in Ulm. Die Fahrt nach Ulm war relativ unspektakulär. Dann kam aber der Zug nach München, gerammelt voll mit Leuten die Fußball schauen wollten. Da saßen dann also im hinteren Teil des Zuges die Gäste aus London und freuten sich wie die kleinen Kinder. Es gab Fangesänge wie zum Beispiel „We are the Chelsea-boys“ (ich hatte zuerst fools verstanden) oder „We are the blues“ und lauter Chelsea-ist-der-beste-Verein-ever-Gesänge. Ich fand das eigentlich voll nett. Man sitzt gemeinsam im Zug, freut sich auf ein packendes Spiel und feiert seine jeweilige Mannschaft…. Denkste jetzt kam die Erwiderung einiger Bayernfans im Zug. Und die ging so „Ladiladiladilo BVB Hurens….“ und da waren sie sich schon nicht mehr einig, ob sie „…sohn“ oder „…söhne“ singen sollten. Als erstes fragte ich mich was das jetzt mit der Champions League zu tun hat. Bis mir dann der Gedanke kam, dass sie einfach schlechte Verlierer sind.

In München ausgestiegen und… alter Verwalter… war die Stadt voll. Überall Menschen in roten T-Shirts. Was für ein Eindruck. Um 16:00 Uhr nirgendwo mehr ein Platz für vier Leute um sich das Spiel anzugucken. Dabei ist mir aufgefallen wie wenig ich in München leben könnte. Ich weiß nicht ob das Verhalten einfach ein typisch münchnerisches Verhalten ist oder ob die wirklich der Meinung sind über allen anderen zu stehen. Diese Überheblichkeit und Arroganz mit der sie uns begegnet sind, hat mich abgestoßen. Und ist auch bezeichnenderweise die selbe die ich immer wieder dem Verein vorwerfe. Keiner war bereit ein bisschen zusammenzurücken damit wir uns auch noch dazu setzen können. Zum Glück kannte FCB-Fan No. 1 Leute in München die schon eine Bank erobert hatten. Also auf in den nächsten Biergarten. Ab diesem Zeitpunkt habe ich mich komplett auf dieses Erlebnis eingelassen und mich auf das Abenteuer Champions League Finale eingelassen und hab in den Fußball-Modus geschaltet.

An das Spiel erinnere ich mich nicht mehr wirklich. Nur noch an den ständigen Kampf um einen unverdeckten Blick auf die Leinwand. Von der ersten Halbzeit habe ich einfach wirklich nichts gesehen. Und die zweite Halbzeit auch nur in Bruchstücken. Zum Spiel nur so viel: Muss ich den immer recht haben? Na gut es war nicht Gomez der den Sieg verschenkt hat sondern Roben aber ansonsten…. Diesmal hätte ich gerne auf Recht haben verzichtet. Wie auch schon Barcelona hat Bayern den Sieg gegen Chelsea selber hergegeben.

Dann wurde der Abend seltsam. Nachdem wir aus der Depression wieder aufgetaucht waren, war das erste was ich merkte, dass irgendeine lebensunwürdige Existenz mir meinen Rucksack geklaut hatte. Nichts in diesem Rucksack hatte irgendeinen materiellen Wert. Alles darin hat für mich eine emotionalen Wert. Meine allerliebste Jeans, die mir perfekt gepasst hat. Mein Foo Fighters Pulli den ich mir auf dem Southside gekauft habe. Meine Ultimate 175g Frisbee die ich immer bei mir habe (hatte). Mit dieser Frisbee hatte ich den weitesten Wurf den ich jemals geworfen habe und der wurde auch noch gefangen. Ich bin durch diesen beschissenen alten botanischen Garten getobt und hab den Dieb im speziellen und die Welt im Allgemeinen verflucht und beschimpft. Wäre ich nicht in einer betrunken friedlichen Stimmung gewesen hätte ich mich wahrscheinlich mit irgendjemandem geprügelt.

Dieser Tobsuchtsanfall fand auch irgendwann wieder ein Ende. Ich fand mich mit dem Verlust ab und wir gingen in irgendeinen Club, den ich im Normalfall einfach links liegen gelassen hätte. Aber auch da hatten wir noch ein oder zwei Stunden Spaß. Auf jeden Fall hatte ich dann irgendwann die Schnauze voll und bin gegangen, hab mir noch was zu essen besorgt und bin dann Richtung Hauptbahnhof gewankt, den ich wie durch ein Wunder auch gefunden habe. Dort angekommen kam ich mir vor wie auf einer Gegendemo bei einem NPD-Aufmarsch. Alles voll mit gepanzerten Mitarbeitern der Staatsgewalt. Manchen Bahnsteig durfte man nur betreten wenn man ein dementsprechendes Ticket hatte. Bezeichnerderweise waren das die Bahnsteigs (ist das die Mehrzahl) mit ICE Anschlüssen. Irgendwann hatte ich auch das Gleis gefunden von dem wir abfahren wollten. Der Rest der Gruppe, mittlerweile stark reduziert durch Frühheimkehrer, kam dann auch noch an und nach einem kurzen Zwischenstopp beim Burger King, sind wir wieder zurück an unser Gleis. Der Zug, der in München abfuhr, wurde mit zwanzig Minuten Verspätung bereit gestellt worden.

Jetzt wird’s knifflig. Ich beschreibe mal die Situation in der ich mich in diesem Stadium befunden habe. Es war ungefähr halb sechs Uhr morgens nach einer durchgefeierten Nacht und mit einem Vollrausch in der Birne, der zwar schon wieder so weit abgeklungen war, dass ich die Gefährlichkeit der BILD argumentativ belegen konnte. Ich mir aber nicht sicher bin ob cih auch überzeugend war. Ich kam mir dabei sehr überzeugend vor. Also 19 Stunden nicht geschlafen, sturzbetrunken und in der Gewissheit, dass ich noch mehrere Stunden Zugfahrt vor mir hatte stand ich am Bahnsteig und sah den Zug einfahren. Der Bahnsteig war voll, und mit voll meine ich voll. Wir standen also da, der Zug fuhr ein und wir standen genau zwischen zwei Türen. Als wir endlich in dem Zug standen war alles dicht gedrängt und die meisten Menschen um mich rum lösten eine akuten Brechreiz bei mir aus. Gefühlte zwanzig Minuten später sagte der Zugführer durch, dass der Zug nicht los fahren könnte wegen „Übergewichts“. Ich war so heilfroh als ich wieder aus dem Zug raus war, dass ich spontan und unwiderruflich beschlossen habe da nicht mehr einzusteigen.

Dieser Beschluss war so unwiderruflich, dass ich mich auch gegen den Rest der Gruppe durchsetzte und lieber irgendwie alleine nach Hause gefahren bin als nochmal in den Zug einzusteigen. Leider, und zum Pech für sie, haben sie sich mir nicht angeschlossen , sondern sind zurück in den Zug. Ich bin ein bisschen über den Bahnhof geschwankt, bis ich eine Zug entdeckt habe der nach Nürnberg fuhr. Mir kam das irgendwie wie die richtige Richtung vor, also bin ich eingestiegen und hab die ersten Leute die ich getroffen habe gefragt ob sie mich auf ihrem Wochenendticket mitnehmen würden. Wer hätte das gedacht, Sitzplatz im Zug, genug Platz für alle zum Sitzen, nur einen Zwischenstopp bis Nürnberg und eine so entspannte Atmosphäre, dass ich sogar wirklich eine halbe Stunde vor mich hin gedöst habe. In Nürnberg habe ich mir ein Ticket nach Stuttgart gelöst und bin in den Zug in genau diese Richtung eingestiegen. Diesmal hatte ich sogar einen dieser Vierersitze für mich alleine. Der Zug hielt sogar fast in meiner Heimatstadt. Nachdem der Zug mich dort abgeliefert hatte, hatte ich noch einen zehnminütigen Fußmarsch vor mir. Und um elf Uhr war ich dann daheim. Ich hab noch bis um halb fünf ausgehalten, bis ich fast im Stehen eingeschlafen bin und bin dann ins Bett. Vierzehn Stunden Schlaf und ich war wieder einigermaßen hergestellt.

Mein Fazit? Die meisten FCB Fans die mir an diesem Tag begegnet sind mag ich nicht. Wobei die meisten die ich kennengelernt habe waren mir sympathisch. Aber mal im Ernst, wir reden hier von einem Schlag Menschen die Kleidungsstücke tragen, auf denen steht „Euer Hass ist unser Stolz“. Was ist denn das, wenn man anderer Leute Hass braucht um Stolz sein zu können? Wenn die Antwort auf die Fangesänge der gegnerischen Mannschaft, Hassgesänge gegen den nationalen Konkurrenten ist? Allerdings war dieses Fest, bis auf sein tragisches Ende, ein Erlebnis, das es wert war.

Und eine Sache habe ich noch zu sagen. Wenn es Absicht war meinen Rucksack zu klauen, dann wünsche ich diesem Abschaum die Eierfäule, auf das ihm sein Penis abfalle. Und wenn es eine Frau gewesen ist, dann wünsche ich ihr die Tittenfäule und dass ihre Muschi verfaulen möge. Auf jeden Fall soll dieser Teil des menschlichen Genpools gelöscht werden.

Ich schließe mit den Worten eines großen Mannes der cineastischen Kunst: „Ich bin zu alt für diesen Scheiß“ (Roger Murtaugh)

sachma

 

 

Kinerschutz vs. Kosten

Veröffentlicht: 27/10/2011 in ärgerlich, gesellschaftlich, politisch

Frau Schröder legt ein Gesetz zur Abstimmung vor das den Schutz von Kindern stärken soll. Die meisten der darin enthaltenen Neuerungen sind durchaus sinnvoll. Im Bundesrat wollen sich einige Länder quer stellen, weil bisher nicht geklärt ist wer in vier Jahren die Kosten dafür tragen soll.

WTF!!!!

Ist das wirklich die Frage die da gestellt werden soll? Geht es wirklich darum aus welchem scheiß Topf die Kohle dafür kommt? Letzten Endes kommt das Geld aus unser aller Geldbeutel. Wir sind uns alle einig, dass de, wider Erwarten, ein vernünftiger Gesetzesentwurf vorliegt und gestritten wird darüber wer es bezahlt. Die seelische Gesundheit der Kinder in diesem Land scheint weniger wichtig zu sein als Geld.

wutschnaubend

sachma

P.S.: Das Gesetzt, das die Grundlage für meine Arbeit ist, bzw. dessen Verlängerung, wurde vom Bundesrat mit einer ähnlich abstrusen Begründung zurückgeschickt.

Scheiß Föderalismus

Scheißtag

Veröffentlicht: 03/10/2011 in ärgerlich, privates, traurig

Eigentlich wollte ich heute über den Auftritt von Paul Kalkbrenner schreiben, dafür ist meine Laune heute einfach zu mies. Ein paar der Gründe warum das so ist werde ich für mich behalten, da sie sehr persönlicher Natur sind, aber die anderen reichen auch schon, um einem so richtig den Tag zu vermiesen.

Der Abend gestern fing eigentlich ganz angenehm an. Ein gemütliches, sehr reichhaltiges Essen mit meiner Familie, nachdem ich auf dem Fahrrad ein lockere 30 km Tour gemacht hatte. Dann mit einem Freund, auf ein paar Bier bei mir getroffen. Danach wurde der Abend so richtig mies (das ist der Teil der zu persönlich ist). Heute morgen bin ich dann mit einem leichten Kater und heftigen Halsschmerzen aufgewacht. Ich habe mir dann einfach ein Glas Wasser geholt und mich wieder hingelegt. Toll!! Draußen scheint die Sonne die Temperaturen erreichen Höhen die für diese Jahreszeit ungewöhnlich hoch sind. Perfektes Wetter um gleich nochmal los zu fahren. Ist das so schlau mit Halsschmerzen? Mir egal werde ich halt krank. Aber auf der Tour gestern habe ich mir einen Platten geholt und ich kann heute weder Flickzeug noch einen neuen Schlauch kaufen. Wer kam eigentlich auf die blöde Idee mit der Wiedervereinigung?

Nachdem der Hals wieder so weit war, dass ich wenigstens schlucken konnte bin ich aufgestanden und habe mir ein Frühstück gemacht, mich vor den PC gesetzt und eine „lebe wohl“-E-Mail an schon öfter erwähnte Bekannte zu schreiben. Wenn der Tag schon im Arsch ist, kann ich das gleich mit erledigen. Dann geht immerhin kein anderer Tag den gleichen Weg.

So und jetzt Kopfhörer auf Bass aufdrehen und schlechte-Laune-Musik hören

sachma

Heucheleien

Veröffentlicht: 01/10/2011 in ärgerlich, gesellschaftlich

Gestern Abend bzw. heute Morgen war ich in Stuttgart unterwegs. Schon auf dem Weg in die Lokalität der Festivitäten sind mir viele schwarz gekleidete Menschen über den Weg gelaufen, die eine staatstragende Trauer zur Schau trugen. Denn gestern jährte sich der „schwarze“ Donnerstag. Da muß man natürlich nochma ganz betroffen sein, das war ja eine ganz schlimme Stunde für die Menschenrechte in unserem Land. Als ich dann um kurz nach Abfahrt des Nachtbusses weiter zum Hauptbahnhof lief um mir einen Taxifahrer zu suchenfilene mir überall diese Lichtermeere auf. Blumenkränze, Kerzen und Beileidsschreiben als wäre irgendein Promi gestorben überall verteilt. or dem Schloß hat es angefangen erstreckte sich überall durch den Park und fand weinen Höhepunkt rund um das Obdachlosenlager (nichts anders sit es nämlich) im Park am Hauptbahnhof.

Da hat mich die blanke Wut gepackt. Dies miesen Heuchler. Wenn eine Grupee pghantasievoll gekleideter junger Menschen auf die Straße geht um gegen Menschen zu demonstrieren die Menscherechte mit Füßen treten werden die aus dem Weg genküppelt, mit Wasserwerfern weggespritzt oder eingesselt und den kompletten Tag an einer Stelle festgehalten. In den Nachrichte heißt es dann, dass es am Rende einer Kundgebung der NPD zu Zusammenstößen zwischen linksradikalen Demonstranten (Krawallmachern, wenn BILD schreibt) und der Polizei kam. Dabei wurden hunderte Domonstranten festgenommen und zwei Polizisten verletzt. Wenn jetzt aber ein paar Menschen aus der bürgerlichen Mitte wegen Geldverschwendung demonstrieren und dabei deren Grundrechte weggespült werden ist das ein Grund für einen Trauertag? Der Beginn des ersten und des zweiten Weltkriegs sind ein Grund für einen Trauertag. Die Atombomben auf Japam sind ein Grund für einen Trauertag. Das was ich da gestern gesehen habe schmälert andere so viel schlimmere Ereignisse.

schnaub

sachma

Noch eine „frohe“ Botschaft aus meinem so genannten Freundeskreis. Meine älteste Freundin heiratet. Mit älteste meine ich die längste. Wir kennen uns seit beinahe 30 Jahren, waren zusammen im Kindergarten und haben miteinander viel erlebt. Wenn sich jetzt jemand wundert warum dann der erste Satz so sarkastisch klingt, dann sie dies zur Erklärung gesagt: Ich weiß von dieser Heirat nur deswegen weil ich auf ihr Profil in einem sozialen Netzwerk geguckt habe und dort der Beziehungsstatus auf „verlobt mit Mir-Unbekannt“ stand.

Ich bin also etwas enttäuscht. Irgendwie ging ich irriger Weise davon aus, dass in so einer langen Freundschaft ich nicht der letzte bin der es erfährt und dann auch nur aus Zufall. Ich habe sie zu meiner Einweihungsparty eingeladen und bin nur deswegen auf ihrem Profil gelandet. Ich kenne ihn nicht und ich bin – bisher – nicht zur Hochzeit eingeladen.

Ein sehr guter Freund würde jetzt sagen: „Man bist Du diplomatisch, nur ‚entäüscht‘.“ Und er hätte Recht. Ich bin stinksauer. Die soll Mal bei meiner Party auftauchen, dann nehm ich sie mir zur Brust.

*schnaub*

sachma

… but some animals are more equal than others

Wer kennt ihn noch, diesen wunderschönen, lehrreichen Film „die Farm der Tiere“?

Wie komme ich jetzt darauf? Ach ja, hab ich vor ein paar Tagen in den Nachrichten gehört, dass das Verfassungsgericht sich überlegt bei aussichtslosen Beschwerden ein Beschwerdegeld in Höhe von 5.000 € zu erheben. Achtung Zitat aus meinem Lieblingsgesetz, dem Grundgesetz:

Alle Menschen sind vor dem Gesetz gleich. (Artkel 3 Absatzt 1)

… aber manche Menschen sind gleicher als andere.

Es entscheiden also in Zukunft acht Leute, ob ich von meinem Recht Gebrauch machen kann oder nicht. Ich hab keine 5.000 € übrig, um mir das Recht zu erkaufen Beschwerde einzulegen. Da komm ich mal wieder zu dem Punkt, dass in unserer Gesellschaft Geld einen viel zu hohen Stellenwert hat.

Ich glaube ich reiche gegen diesen Beschluss Verfassungsbeschwerde ein. Sponsoren gesucht 😉

sachma