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Stattdessen erzähl ich Euch lieber eine schöne Geschichte. Es war der Anfang dieser Woche, Ich war etwas in Eile auf dem Weg von dem einen Arbeitsort zum nächsten. Auf dem Weg lag ein kleiner Verschlag in dem das beste Gyros der Stadt gegrillt wird. Einen Teller dieser Köstlichkeit gibt es mit einer Portion Pommes, die für manchen Menschen schon alleine sättigen wäre, dazu Salat und einen Schwung Tzaziki. Das Ganze garniert mit frischen Zwiebeln. Da die Zeit des Mittagessens schon längst verstrichen war und bis dahin von mir ignoriert wurde beschloss ich eine halbe Stunde zu opfern, um mir das oben beschriebene zu gönnen. Ich stehe also an der Theke und feiere innerliche Freudenfeste, da schon lange kein Kunde mehr da gewesen zu sein scheint, bis auf den einen der sich an seiner Ein-Zug-Flasch Vollkornsprudel festhielt. Das Fleisch war also überaus knusprig. Während ich auf meine Grillplatte griechischer Art wartete, holte sich der nette Herr eine zweite Flasche. Ich bekam mein Essen schnappte mir noch eine Flasche Wasser mit Blub und stellte alles auf den Stehtisch der mitten in dem Verschlag stand. Dann ging ich an dem Bier trinkenden netten älteren Herrn vorbei um mir den einzigen Barhocker zu holen den es gab. Ich sitze beim Essen einfach gern. Ich weiß das ist etwas altmodisch, aber so bin ich. Der nette ältere Herr fragte mich etwas das ich nicht verstand und da ich den Mund schon voll hatte versuchte ich möglichst nett zu schauen und presste ein „Hm?“ an den zerkauten Pommes vorbei. Er winkte ab und sagte etwas wie: „Ach vergiss es.“ Kann er haben das Essen war mir eh wichtiger als ein mir wildfremder armer Kerl. Gemütlich kauend saß ich also da und dachte an die Arbeit, den Abendtermin von morgen, die nette Dame mit der ich zum Schwimmen verabredet war einfach an alles andere bloß nicht an den jetzt schon gar nicht mehr so netten Alkoholiker der ein paar Meter von mir entfernt stand. Als er mich plötzlich von der Seite ansprach: „Manieren haben Sie aber auch keine, oder?“ Einen kurzen Moment mu0ßte ich den Impuls niederkämpfen mich zu ihm umzudrehen und ihm zu sagen: „Ich kann nichts dafür, Ihr Chef Sie gefeuert hat, dass Ihre Frau Sie nicht mehr ertragen kann und dass Sie sich schon mittags betrinken müssen.“ Stattdessen schaute ich stur nach vorne und antwortete: „Nö, hab ich nicht.“ Und hatte meine Ruhe. Ich zahlte verabschiedete mich vom Griechen, der mich mit Vornamen anredet, und ging meines Weges.

Abends stand ich dann gut gelaunt mit mit meinem Feierabend Bier des nahegelegenen Supermarktes da kam der Grieche vorbei und fragte mich, ob der Alkoholiker Streß gemacht habe. Er würde ihn rausschmeißen , wenn dem so wäre. Die 5 Euronen braucht man dann auch nicht.

Ist es nicht schön, dass es noch so etwas gibt. Einen Gastwirt der anfängt auf seine Stammkunden aufzupassen und einem Abends noch in den Supermarkt folgt, um zu fragen ob alles oke war. Ich hab mich darüber total gefreut und hatte gleich einen noch schöneren Feierabend.

UND ICH REG MICH TROTZDEM AUF!!!!! Dieses scheiß Mannschafft! Da hätten Gestern auch die Jugend des VFB spielen können und die hätten wahrscheinlich mehr rausgeholt. Keiner von diesen Pissnelken hat sich gegen die Niederlage gewehrt. Schon Mitte der ersten Halbzeit hat man gesehen, dass die die Niederlage hingenommen hatten. WENN ICH SO ARBEITEN WÜRDE WIE DIE FUSSBALL SPIELEN, WÜRDE MAN MICH WEGEN ARBEITSVERWEIGERUNG FRISTLOS ENTLASSEN! (Ich bin für feine Grammatik grad echt nicht in der richtigen Stimmung, aber wenn Ihr wollt könnt Ihr den Satzt gerne im richtigen Konjunktiv schreiben)

*schnaub*

sachma

Ach Menno, scheiß Spieltag!

Veröffentlicht: 15/09/2012 in sportlich

Da mein, wie der Maskierte sagen würde, Brötchengeber mich Heute an meinen Arbeitsplatz rief, habe ich  nicht mehr als die Ergebnisse mitbekommen. Womit ich wieder bei der Überschrift wäre: Ach Menno, scheiß Spieltag. Es ist echt schon wieder richtig schwer VfB Fan zu sein. Aber diese Saison halte ich durch. Meine Prognose; nach dem siebten Spiel ohne Sieg wird Labbadia entlassen.

sachma

Vom Rad fahren und philosophieren

Veröffentlicht: 03/09/2012 in sportlich

Ich fahre Rad, mittlerweile sogar ziemlich viel. Das schöne am Rad fahren ist, dass ich dabei immer über alles mögliche nachdenke. Bis ich irgendwann an einen Punkt komme an dem ich nicht mehr denke sondern nur noch fahre. Um eine lange Geschichte schnell z erzählen hatte ich heute auf dem Fahrrad ein paar Gedanken an denen ich Euch teilhaben lassen möchte.

Ich merke grad, dass die ganzen tollen Ideen die ich beim Fahren hatte, sich in meinen Hinterkopf zum ausruhen verzogen haben und wenn ich sie vorholen will zeigen sie mir den gestreckten Mittelfinger und drehen sich wieder um. Faules Pack faules.

Also Radfahren ist Meditation aber anstrengend. Vielleicht kann ich sie ja morgen ermuntern sich blicken zu lassen.

Für die Statistik: Ich habe heute meine Durchschnittsgeschwindigkeit um 2 km/h auf 23,7 km/h erhöht.

Ich fühl mich großartig

sachma

Spieltags… Ach, was soll’s!

Veröffentlicht: 02/09/2012 in sportlich

Beim letezen Mal fand ich noch Worte um das Ausmaß meiner Unlust zu vermitteln. Dieses Mal fehlen mir selbige und im gleichen Ausmaß die Kraft sich einen solchen Spielbericht anzutun.

Mir bleibt heute nur zu sagen: Bayern ist eine gute Mannschaft, besser als der VfB, aber nicht so gut, dass sie ohne Hilfe des VfB 6!!!!! Tore schießen können.

Mir fiele noch eine Haufen Schimpftiraden ein, aber die kommen an einem anderen Tag.

Hallo Abstiegskampf!

sachma

Spieltagsgeschreibsel die Erste

Veröffentlicht: 28/08/2012 in sportlich

ICH HABE KEINEN BOCK!!!!

Gegen Magath verloren! das ist der schlimmste Start in die Bundesligasaison den ich mir vorstellen kann. Ich war an dem Abend auf einer Hochzeit, so dass ich mir das Elend wenigstens nicht angucken mußte. Aber alleine das nachlesen war ja schon ärgerlich genug. Gut, DFB Pokal und Uefa-Cup-Qulifikation hat ja gut angefangen. Aber man darf nicht gegen Magath verlieren. Das geht einfach nicht. Das ist nicht in Ordnung.

Bayern hat gegen Greuther Fürth gewonnen und ist jetzt schon Deutscher Meister…. Irgendwie hab ich gedacht, dass die Punkte am Ende der Saison gelten, aber ich muß da wohl was falsch verstanden haben.

Ansonsten lief der Spieltag ja ganz gut.

Aber gegen Magath ich raffs nicht….

kopfschüttelnd in den Sonnenuntergang laufend

sachma

 

Die Europa Meisterschaft

Veröffentlicht: 02/07/2012 in sportlich

Ein paar Worte von mir zu diesem Turnier. Aber erst Mal eine Entschuldigung für meine längere Abwesenheit. Ich habe Skyrim für mich entdeckt. Ein saugeiles Spiel mit einem sehr hohen Spaßfaktor. Wenn man so was mag.

Aber jetzt zur EM. Mir hat von Anfang an die Begeisterung gefehlt, die die Nationalmannschaft in den letzten Turnieren so ausgezeichnet hat. Ein Schweinsteiger der nach einem Spiel total am Arsch zum Interview geht und ausstrahlt: „ich hab keinen Bock mehr, Fußball spielen nervt!“ Das ist nach einer solchen Saison verständlich. In drei Turnieren wurden die Spieler der Bayern gezwungen an ihre Grenzen zu gehen und müssen dann ohne eine angemessene Regenerationszeit zur EM. Manche Spieler haben das besser verkraftet und andere eben nicht. Da ist es die Aufgabe des Bundestrainers abzuwägen, wen man aufstellen kann und wen nicht. Aus der Entfernung zu sagen: „Das hat man doch gesehen, dass der nicht mehr kann.“, ist sehr einfach. Auch ich sagte, nach dem was ich da mitgekriegt habe, musste darüber nachgedacht werden, ob man was ändert. Aber ich war nicht mit auf dem Trainingsplatz. Ich habe nicht mit den Spielern gesprochen. Ich habe nicht mit einem Trainerstab die Aufstellung durchgehen können.

Im Vorfeld des Spiels gegen Italien haben die sich viele Gedanken gemacht und auch etwas an der Aufstellung geändert. Nur bewirkt hat es nichts. Ich weiß nicht ob es eine besser Alternative gegeben hätte. Ich hatte mir etwas mehr Mut gewünscht. Stell gegen Italien nicht die üblichen Verdächtigen auf, sondern die frischen jungen Kräfte. Die die international noch nicht so aufgefallen sind. Das hätte mir gefallen. Ich möchte da gar nicht weiter darauf eingehen, denn ich bin kein Hellseher und kann nicht sagen was dann passiert wäre.

Im Vorfeld des Spiels hatte ich das schon gesagt. Und ich fand den Auftritt der deutschen Nationalmannschaft in diesem Spiel kraftlos.

Sehr gut haben mir auch die Italiener gefallen, die ihre Spielweise komplett umgestellt hat. Ein schönen Fußball haben wir präsentiert bekommen. Mit Spielern die wenig lamentieren, gleich wieder aufstehen und weiterspielen wollen, die immer dem Ball hinterher sind und ihn haben wollen. Hut ab, schönes Turnier!

Und irgendwann wird es ein Spiel geben Deutschland gegen Italien, das Deutschland gewinnen wird. Ihr werdet alle sehen. WM 2014 oder EM 2016 oder WM 2018 oder……..

Nach dem Finale muss man sagen, Spanien ist verdient Europameister geworden. Was für ein Auftritt!!

Ich freue mich auf die nächste Saison (diesmal BVfB Dortgart)

sachma

P.S.: Jetzt verkaufen die den Schieber nach Dortmund. Die Saison hat noch nicht mal angefangen und ich muss mich schon aufregen.

P.P.S.: Ich hab Skyrim noch nicht durch, kann also passieren, dass es wieder ein bißchen dauert.

 

 

Fankultur – So geht’s!

Veröffentlicht: 17/06/2012 in sportlich

http://www.youtube.com/watch?v=BVcFOvUhhT8

Wie bindet man eigentlich son Youtube Video ein? Verdammt und ich dacht ich wär ein Nerd.

sachma

erstes EM-Geplänkel

Veröffentlicht: 15/06/2012 in sportlich

Es läuft gerda die 87 Minute des Spiels Schweden – England. Es steht 2:3. Meiner Einer freut sich darüber, denn ich habe auf …. Ey Faul am englischen Keeper…. England getippt. Diese Jahr versage ich ja total. In den letzen Jahren habe ich immer im oberen Mittelfeld mitgemischt, diesmal bin ich Schlußlicht.

Als das erste Spiel gegen Portugal gewonnen war, habe ich daran geglaubt, dass wir die Vorrunde überstehen. Denn ich glaube, dass ganz viele Konkurenzen in der Mannschaft hat dieser Sieg vergessen gemacht. Der Sieg gegen Holland war grandios (ich mag Mario trotzdem nicht).

Und dieser Ibrahimović ist doch mal ein arroganter Spieler. Es gibt Dinge an ihm die gefallen mir sehr gut…..

AUS AUS DAS SPIEL IST AUS

Er bleibt stehen und läuft weiter wenn er angegangen wird (gut hin gucken Mesut) Mal im Ernst dieser Ösil der bei der kleinsten Berührung zusammneklappt… ich hätte kotzten könne beim Spiel gegen Holland. Was soll dieses Divagehabe? „ich spiel bei Real. ICh bin besser als Du. Berühr mich nicht sonst krieg ich einen Freistoß…… Eh Scheiß Schiri siehtst Dus nicht ich lieg am Boden ich krieg nen Freistoß“ Ich mag so was nicht.

Zurück zu Zlatan… Der hat sich Heute viel zu wenig bewegt. Es wirkte immer so als würde es unter seiner Würde sein in dieser Mannschaft zu spielen. Auch den gegnerischen Torwart anzufeinden geht mal gar nicht.

Keine Sorge ich bin nicht blau ich hab nur in den letzten 48 Stunden 36  gearbeitet und 6 geschlafen Der Rest war Fußball gucken.

Morgen mehr

sachma

schallte es, als Antwort auf „Gib mir mal das letzte Bier“, durch den Zug als wir in den Münchens Hauptbahnhof einfuhren. Eine anstrengende Zugfahrt von Stuttgart nach München lag hinter uns, auf der ich einiges über Fußballfans im Allgemeinen und Bayern- und Chelseafans im Speziellen, lernen durfte. Gleich vorneweg: Ich mache keine Aussagen über alle Bayernfans, ich schildere lediglich Beobachtungen und Eindrücke die ich an diesem Tag gesammelt habe. Schluss mit den einleitenden Worten es folgt:

Einmal München und zurück in 24 Stunden

Wir fuhren also um kurz nach zwölf in Stuttgart los Richtung München mit Zwischenstopp in Ulm. Die Fahrt nach Ulm war relativ unspektakulär. Dann kam aber der Zug nach München, gerammelt voll mit Leuten die Fußball schauen wollten. Da saßen dann also im hinteren Teil des Zuges die Gäste aus London und freuten sich wie die kleinen Kinder. Es gab Fangesänge wie zum Beispiel „We are the Chelsea-boys“ (ich hatte zuerst fools verstanden) oder „We are the blues“ und lauter Chelsea-ist-der-beste-Verein-ever-Gesänge. Ich fand das eigentlich voll nett. Man sitzt gemeinsam im Zug, freut sich auf ein packendes Spiel und feiert seine jeweilige Mannschaft…. Denkste jetzt kam die Erwiderung einiger Bayernfans im Zug. Und die ging so „Ladiladiladilo BVB Hurens….“ und da waren sie sich schon nicht mehr einig, ob sie „…sohn“ oder „…söhne“ singen sollten. Als erstes fragte ich mich was das jetzt mit der Champions League zu tun hat. Bis mir dann der Gedanke kam, dass sie einfach schlechte Verlierer sind.

In München ausgestiegen und… alter Verwalter… war die Stadt voll. Überall Menschen in roten T-Shirts. Was für ein Eindruck. Um 16:00 Uhr nirgendwo mehr ein Platz für vier Leute um sich das Spiel anzugucken. Dabei ist mir aufgefallen wie wenig ich in München leben könnte. Ich weiß nicht ob das Verhalten einfach ein typisch münchnerisches Verhalten ist oder ob die wirklich der Meinung sind über allen anderen zu stehen. Diese Überheblichkeit und Arroganz mit der sie uns begegnet sind, hat mich abgestoßen. Und ist auch bezeichnenderweise die selbe die ich immer wieder dem Verein vorwerfe. Keiner war bereit ein bisschen zusammenzurücken damit wir uns auch noch dazu setzen können. Zum Glück kannte FCB-Fan No. 1 Leute in München die schon eine Bank erobert hatten. Also auf in den nächsten Biergarten. Ab diesem Zeitpunkt habe ich mich komplett auf dieses Erlebnis eingelassen und mich auf das Abenteuer Champions League Finale eingelassen und hab in den Fußball-Modus geschaltet.

An das Spiel erinnere ich mich nicht mehr wirklich. Nur noch an den ständigen Kampf um einen unverdeckten Blick auf die Leinwand. Von der ersten Halbzeit habe ich einfach wirklich nichts gesehen. Und die zweite Halbzeit auch nur in Bruchstücken. Zum Spiel nur so viel: Muss ich den immer recht haben? Na gut es war nicht Gomez der den Sieg verschenkt hat sondern Roben aber ansonsten…. Diesmal hätte ich gerne auf Recht haben verzichtet. Wie auch schon Barcelona hat Bayern den Sieg gegen Chelsea selber hergegeben.

Dann wurde der Abend seltsam. Nachdem wir aus der Depression wieder aufgetaucht waren, war das erste was ich merkte, dass irgendeine lebensunwürdige Existenz mir meinen Rucksack geklaut hatte. Nichts in diesem Rucksack hatte irgendeinen materiellen Wert. Alles darin hat für mich eine emotionalen Wert. Meine allerliebste Jeans, die mir perfekt gepasst hat. Mein Foo Fighters Pulli den ich mir auf dem Southside gekauft habe. Meine Ultimate 175g Frisbee die ich immer bei mir habe (hatte). Mit dieser Frisbee hatte ich den weitesten Wurf den ich jemals geworfen habe und der wurde auch noch gefangen. Ich bin durch diesen beschissenen alten botanischen Garten getobt und hab den Dieb im speziellen und die Welt im Allgemeinen verflucht und beschimpft. Wäre ich nicht in einer betrunken friedlichen Stimmung gewesen hätte ich mich wahrscheinlich mit irgendjemandem geprügelt.

Dieser Tobsuchtsanfall fand auch irgendwann wieder ein Ende. Ich fand mich mit dem Verlust ab und wir gingen in irgendeinen Club, den ich im Normalfall einfach links liegen gelassen hätte. Aber auch da hatten wir noch ein oder zwei Stunden Spaß. Auf jeden Fall hatte ich dann irgendwann die Schnauze voll und bin gegangen, hab mir noch was zu essen besorgt und bin dann Richtung Hauptbahnhof gewankt, den ich wie durch ein Wunder auch gefunden habe. Dort angekommen kam ich mir vor wie auf einer Gegendemo bei einem NPD-Aufmarsch. Alles voll mit gepanzerten Mitarbeitern der Staatsgewalt. Manchen Bahnsteig durfte man nur betreten wenn man ein dementsprechendes Ticket hatte. Bezeichnerderweise waren das die Bahnsteigs (ist das die Mehrzahl) mit ICE Anschlüssen. Irgendwann hatte ich auch das Gleis gefunden von dem wir abfahren wollten. Der Rest der Gruppe, mittlerweile stark reduziert durch Frühheimkehrer, kam dann auch noch an und nach einem kurzen Zwischenstopp beim Burger King, sind wir wieder zurück an unser Gleis. Der Zug, der in München abfuhr, wurde mit zwanzig Minuten Verspätung bereit gestellt worden.

Jetzt wird’s knifflig. Ich beschreibe mal die Situation in der ich mich in diesem Stadium befunden habe. Es war ungefähr halb sechs Uhr morgens nach einer durchgefeierten Nacht und mit einem Vollrausch in der Birne, der zwar schon wieder so weit abgeklungen war, dass ich die Gefährlichkeit der BILD argumentativ belegen konnte. Ich mir aber nicht sicher bin ob cih auch überzeugend war. Ich kam mir dabei sehr überzeugend vor. Also 19 Stunden nicht geschlafen, sturzbetrunken und in der Gewissheit, dass ich noch mehrere Stunden Zugfahrt vor mir hatte stand ich am Bahnsteig und sah den Zug einfahren. Der Bahnsteig war voll, und mit voll meine ich voll. Wir standen also da, der Zug fuhr ein und wir standen genau zwischen zwei Türen. Als wir endlich in dem Zug standen war alles dicht gedrängt und die meisten Menschen um mich rum lösten eine akuten Brechreiz bei mir aus. Gefühlte zwanzig Minuten später sagte der Zugführer durch, dass der Zug nicht los fahren könnte wegen „Übergewichts“. Ich war so heilfroh als ich wieder aus dem Zug raus war, dass ich spontan und unwiderruflich beschlossen habe da nicht mehr einzusteigen.

Dieser Beschluss war so unwiderruflich, dass ich mich auch gegen den Rest der Gruppe durchsetzte und lieber irgendwie alleine nach Hause gefahren bin als nochmal in den Zug einzusteigen. Leider, und zum Pech für sie, haben sie sich mir nicht angeschlossen , sondern sind zurück in den Zug. Ich bin ein bisschen über den Bahnhof geschwankt, bis ich eine Zug entdeckt habe der nach Nürnberg fuhr. Mir kam das irgendwie wie die richtige Richtung vor, also bin ich eingestiegen und hab die ersten Leute die ich getroffen habe gefragt ob sie mich auf ihrem Wochenendticket mitnehmen würden. Wer hätte das gedacht, Sitzplatz im Zug, genug Platz für alle zum Sitzen, nur einen Zwischenstopp bis Nürnberg und eine so entspannte Atmosphäre, dass ich sogar wirklich eine halbe Stunde vor mich hin gedöst habe. In Nürnberg habe ich mir ein Ticket nach Stuttgart gelöst und bin in den Zug in genau diese Richtung eingestiegen. Diesmal hatte ich sogar einen dieser Vierersitze für mich alleine. Der Zug hielt sogar fast in meiner Heimatstadt. Nachdem der Zug mich dort abgeliefert hatte, hatte ich noch einen zehnminütigen Fußmarsch vor mir. Und um elf Uhr war ich dann daheim. Ich hab noch bis um halb fünf ausgehalten, bis ich fast im Stehen eingeschlafen bin und bin dann ins Bett. Vierzehn Stunden Schlaf und ich war wieder einigermaßen hergestellt.

Mein Fazit? Die meisten FCB Fans die mir an diesem Tag begegnet sind mag ich nicht. Wobei die meisten die ich kennengelernt habe waren mir sympathisch. Aber mal im Ernst, wir reden hier von einem Schlag Menschen die Kleidungsstücke tragen, auf denen steht „Euer Hass ist unser Stolz“. Was ist denn das, wenn man anderer Leute Hass braucht um Stolz sein zu können? Wenn die Antwort auf die Fangesänge der gegnerischen Mannschaft, Hassgesänge gegen den nationalen Konkurrenten ist? Allerdings war dieses Fest, bis auf sein tragisches Ende, ein Erlebnis, das es wert war.

Und eine Sache habe ich noch zu sagen. Wenn es Absicht war meinen Rucksack zu klauen, dann wünsche ich diesem Abschaum die Eierfäule, auf das ihm sein Penis abfalle. Und wenn es eine Frau gewesen ist, dann wünsche ich ihr die Tittenfäule und dass ihre Muschi verfaulen möge. Auf jeden Fall soll dieser Teil des menschlichen Genpools gelöscht werden.

Ich schließe mit den Worten eines großen Mannes der cineastischen Kunst: „Ich bin zu alt für diesen Scheiß“ (Roger Murtaugh)

sachma

 

 

Gestern Abend brauchte ich noch was um mich zu beruhigen. Also entschied ich mich „Menschen bei Maischberger“ laufen zu lassen. Find ich normalerweise nicht sonderlich spannend, um nicht zu sagen, es langweilt mich im Normalfall. Aber, wie auch der Fußballabend gestern, war das nicht der Normalfall. Es sollte über Salafismus diskutiert werden und dann setzten die da diesen intelligenzverweigernden Vollpfosten Michel Friedmann hin. Dieses gehässige, selbstgefällige Vorurteil auf zwei Beinen. Dieses personifizierte „Ich hab aber Recht, weil ich lauter bin als Du“. Ein Mensch der Anderen-ins-Wort-fallen zu seinem persönlichen Leistungssport gemacht hat.  Warum müssen zu solchen Diskussionen Leute eingeladen werden die keine Ahnung haben? Das Thema an und für sich ist ja interessant, aber da sollten Leute sitzen die Ahnung haben von dem Thema.*schnaub*

So genug aufgeregt. Ich komme jetzt zum eigentlichen Thema. Ich habe heute immer mal wieder, durch unterschiedlichste Kanäle, Artikel und Kommentare zu den gestrigen Vorfällen gelesen oder gehört. Ich fand es sehr schwierig das alles zu sortieren. Denn was ist denn passiert? Wenn man das nüchtern betrachtet, haben ein paar kognitiv limitierte Menschen Feuerwerkskörper im Stadion angeschaut. Das war doof und macht den Fußball unschön. Und dann sind gegen Ende des Spiels die Fortuna-Fans auf das Spielfeld gerannt und wollten feiern. Wie es in so vielen Stadien dieser Welt passiert bei so einem bedeutendem Ereignis. Ich glaube ganz ehrlich, dass Düsseldorfer geglaubt haben es sein vorbei und der Aufstieg geschafft. Und wenn das so gewesen wäre hätten vielleicht ein ein paar spiesigere Medien das verteufelt, aber ansonsten würde man versuchen die zu finden die in der sechzigsten Minute die Bengalos gezündet haben.

Zu den Gemütszustand der Berliner möchte ich nicht viel sagen, ich kann mir nicht mal im Ansatz vorstellen was das für ein Gefühl gewesen sein muss diese gegnerischen Fanmassen auf sich zurennen zu sehen. Deswegen widerspreche ich den Menschen die behaupten, es könne gar nicht sein, dass sie Todesängste ausgestanden hätten. Es wäre ja überhaupt nicht gefährlich gewesen. Eine konkrete Gefährdung muss überhaupt nicht vorliegen um Angst auszulösen, dafür braucht es eine gefühlte Gefährdung. Euch möchte ich mal in einer solchen Situation sehen.

Was gehört denn eigentlich dazu zum Fußball-Fan sein? Dank Sash wissen wir ja was dagegen spricht 😉 Zurück zu meiner Ausgangsfrage. Man sollte den Sport mögen und auch ein bisschen was davon verstehen. Die meisten werden Fan einer Mannschaft zu der sie dann auch stehen. Man feiert gemeinsam die Erfolge und verflucht die Misserfolge. Am Besten ist es immer alles besser zu wissen als der Trainer, die Vereinsfunktionäre und die einzelnen Spieler. Man darf auch seinen Unmut kund tun wenn man mit irgendwas nicht einverstanden ist und man darf auch, verdammt nochmal, über die Stränge schlagen und aufs Feld rennen wenn man den Aufstieg geschafft hat. Denn genau das ist es was man als Fan in einem solchen Moment fühlt. WIR sind aufgestiegen, wir gemeinsam, die Fans und die Mannschaft. Und das will gefeiert werden. Aber woher kommt die Unsitte mit diesen Feuerwerkskörpern. Jeder der einen dabei hat weiß doch, dass er damit das Spiel unterbricht und für Diskussionen sorgt. Die Menschen die das tun haben doch nur das Ziel destruktiv zu sein. Ganz davon abgesehen, dass dadurch die Gesundheit anderer Menschen gefährdet wird. Da hört nach meinem Verständnis Fankultur auf.

Ein Kommentar den ich heute im Radio gehört habe möchte ich Euch sinngemäß nicht vorenthalten. „Man schafft es jedem kleinem Kind die Getränkeflaschen abzunehmen, um den Getränkeumsatz im Stadion zu erhöhen, aber die Feuerwerkskörper kriegt man nicht in den Griff“

Noch was anderes. Ich habs Euch ja gesagt. Hab ich doch oder? Norbert wurde zurückgetreten. Wie hoch ist eigentlich das Honorar eines Politikerberaters? Ich möchte Frau Merkel eine Rechnung schicken.

sachma